White Label CSS ermöglicht es einer Digitalagentur, ihren E-Commerce-Kunden Google CSS (Comparison Shopping Service) unter der eigenen Marke anzubieten. Ein Technologieanbieter betreibt die CSS-Infrastruktur, die Agentur behält Kundenbeziehung, Branding und Preisgestaltung. Die Kunden erhalten Shopping-Anzeigen, die pro Klick bis zu 20 % weniger kosten können als über Google Shopping Europe, und die Agentur einen wiederkehrenden Service für jeden Shopping-Kunden in den 21 Ländern des CSS-Programms.
Dieser Artikel erklärt, wie White Label CSS funktioniert, wie sich die beiden wichtigsten Modelle unterscheiden, was es kostet und wie Sie es einführen. Die Grundlagen des CSS-Programms finden Sie im Leitfaden Was ist Google CSS?
Was ist White Label CSS?
In den 21 Ländern des CSS-Programms von Google wird jede Shopping-Anzeige von einem Comparison Shopping Service geschaltet – von Google Shopping Europe oder einem unabhängigen CSS-Partner. Jeder CSS muss eine Preisvergleichsseite betreiben, die die Programmanforderungen erfüllt, und die technische Seite der Händlervertretung abdecken. White Label CSS nimmt der Agentur diese Arbeit ab: Der Anbieter betreibt die Infrastruktur und richtet die Vergleichsseite ein, die Agentur bietet den Service unter eigenem Namen an.
Für die Kunden der Agentur funktioniert das wie jede andere CSS-Partnerschaft. Ihr Merchant Center-Konto ist mit dem CSS der Agentur verbunden, ihre Kampagnen laufen weiter im eigenen Google Ads-Konto, und unter ihren Shopping-Anzeigen steht der Name der Agentur statt Google.
So funktioniert White Label CSS
- Der Anbieter richtet Ihren CSS ein. Es entsteht eine Vergleichsseite unter Ihrer Marke, die technische Seite des CSS übernimmt der Anbieter.
- Sie gewinnen Kunden. Sie stellen das Angebot vor, vereinbaren den Preis und sammeln die Merchant Center-ID jedes Kunden samt seiner Bestätigung, dass Ihr CSS seine Shopping-Anzeigen schalten soll – Google verlangt diese Bestätigung, bevor ein Wechsel gestartet wird.
- Die Kundenkonten werden umgestellt. Aus dem CSS Center wird eine Wechselanfrage gesendet, ein Administrator des Merchant Center-Kontos des Kunden bestätigt sie, und der Wechsel wird nach einer Übergangsfrist von bis zu 14 Tagen wirksam.
- Die Kampagnen laufen weiter. Die Kunden behalten Google Ads-Konten, Kampagnen, Feeds und Gebotsstrategien. Ihre Shopping-Anzeigen tragen nun Ihre Marke, und ihre Gebote werden nicht mehr um die Marge von Google Shopping Europe gekürzt.
- Sie berichten und rechnen ab. Sie zeigen den Kunden die CPC-Veränderung und rechnen nach Ihrem eigenen Preismodell ab.
Zwei White Label CSS-Modelle
Gehostetes White Label
Der schnellste Start. Die Vergleichsseite läuft auf einer Subdomain des Anbieters – bei Feedve zum Beispiel ihremarke.feedve.com –, und Ihr Markenname erscheint in den Shopping-Anzeigen Ihrer Kunden. Gut geeignet für Agenturen, die mit einigen Kunden beginnen möchten.
Vollständiges White Label
Eine komplette Einrichtung auf Ihrer eigenen Domain oder Subdomain, mit Ihrem Firmennamen und Ihren Kundenservice-Daten, optional mit Ihrem eigenen Produktfeed für die Vergleichsseite. Gut geeignet für Agenturen, für die CSS eine vollständig gebrandete Produktlinie werden soll.
White Label CSS vs. Kunden an einen CSS-Partner vermitteln
| Aspekt | White Label CSS | Kunden vermitteln |
|---|---|---|
| Marke in den Kundenanzeigen | Ihre Agentur | Der CSS-Anbieter |
| Kundenbeziehung | Bei Ihnen | Geteilt mit dem Anbieter |
| Preis für den Kunden | Legen Sie fest | Legt der Anbieter fest |
| Ertrag der Agentur | Ihre Marge pro Kunde | Vermittlungsprovision, falls vorhanden |
| CPC-Vorteil ggü. Google Shopping Europe | Bis zu 20 % | Bis zu 20 % |
Was kostet White Label CSS?
Anbieter berechnen White Label CSS unterschiedlich: als feste Monatsgebühr, als Gebühr pro Kundenkonto oder als Prozentsatz der Werbeausgaben der Kunden. Eine feste Gebühr ist am besten planbar – Ihre Kosten steigen nicht, wenn Kunden hinzukommen oder deren Budgets wachsen.
Feedve White Label kostet 199 € pro Monat oder 1.990 € pro Jahr (165,83 € pro Monat), mit unbegrenzt vielen Kunden und Produkten, allen 21 CSS-Programmländern und ohne Gebühren pro Kunde. Details finden Sie auf der Seite White Label CSS.
Beispiel: Ab wann sich der Plan rechnet
Nur zur Veranschaulichung: Wenn Sie pro Kunde 50 € im Monat für CSS berechnen, decken vier Kunden die Monatsgebühr von 199 €, jeder weitere Kunde ist Marge. Mit 15 Kunden bringt der Service 750 € im Monat bei denselben 199 € Kosten.
Den Preis legen Sie selbst fest – er sollte aber deutlich unter der Ersparnis des Kunden liegen. Ein Kunde mit 3.000 € Shopping-Budget im Monat, dessen CPC um 10 % sinkt, spart bei gleicher Klickzahl rund 300 € im Monat; eine Gebühr von 50 € lässt ihn klar im Plus.
So bepreisen Sie White Label CSS für Kunden
- Feste Monatsgebühr pro Kunde – leicht zu erklären und mit der Ersparnis zu vergleichen.
- Im Betreuungspaket enthalten – CSS als Teil Ihres Shopping-Managements.
- Staffelung nach Budget – eine höhere Gebühr für Kunden mit größeren Shopping-Budgets, die absolut auch mehr sparen.
Egal welches Modell: Kommunizieren Sie die Ersparnis als „bis zu 20 %“ und zeigen Sie Ergebnisse aus den Daten des Kunden. Ein Versprechen fester Ersparnis rächt sich bei der ersten Kategorie, in der es nicht aufgeht.
So führen Sie White Label CSS in Ihrer Agentur ein
- Modell wählen. Gehostet für einen schnellen Start, vollständig, wenn CSS ein Kernprodukt werden soll.
- CSS einrichten. Bei Feedve ist das Agenturkonto in der Regel innerhalb von 72 Stunden an Werktagen bereit.
- Angebot vorbereiten. Eine einseitige Erklärung zu CSS, Ihre Preise und Antworten auf die häufigsten Kundenfragen: Konten, Feed und der Name unter der Anzeige.
- Pilot starten. Stellen Sie zuerst ein bis zwei Kunden um. Erfassen Sie 30–60 Tage Shopping-Daten pro Land als Ausgangswert und vergleichen Sie danach CPC, Anteil an möglichen Impressionen, Klicks und ROAS.
- Ausrollen. Nutzen Sie die Pilotergebnisse im Vertrieb und stellen Sie weitere Kunden um. Einen Kunden hinzuzufügen dauert wenige Minuten; jeder Wechsel wird innerhalb der Übergangsfrist von bis zu 14 Tagen wirksam.
So wählen Sie einen White Label CSS-Anbieter
- Preismodell. Feste Gebühr, pro Kunde oder Prozent der Ausgaben? Rechnen Sie Ihre Kosten für 5, 20 und 50 Kunden durch.
- Branding-Tiefe. Nur Subdomain des Anbieters oder eigene Domain, Firmenname und Kundenservice-Daten?
- Länder. Alle 21 Programmländer oder nur ein Teil davon?
- Werbeflächen. Standardmäßig platziert ein CSS Produkte nur im Shopping-Block der Google-Suche. Fragen Sie nach weiteren Flächen, wenn Ihre Kunden sie nutzen.
- Kontoinhaberschaft. Die Kunden sollten ihre eigenen Google Ads- und Merchant Center-Konten behalten – so bleiben sie und Sie flexibel.
- Vertrag und Support. Kündigungsfrist, Hilfe beim Onboarding und Reaktionszeiten.
Häufige Fehler
- Feste 20 % versprechen. Der CPC-Vorteil gegenüber Google Shopping Europe kann bis zu 20 % erreichen, hängt aber von Kategorie und Wettbewerb ab.
- Alle Kunden auf einmal umstellen. Ein Pilot liefert echte Zahlen und einen erprobten Ablauf.
- Gebote und CSS gleichzeitig ändern. Dann lässt sich der Effekt des CSS nicht messen.
- Den Namen unter der Anzeige nicht erklären. Sagen Sie Ihren Kunden vorab, dass unter ihren Anzeigen der Name Ihrer Agentur erscheint.
Häufige Fragen
Ist White Label CSS mit den Google-Regeln vereinbar?
Ja. Das CSS-Programm von Google steht Preisvergleichsdiensten offen, die seine Anforderungen erfüllen, darunter den Betrieb einer Preisvergleichsseite. Beim White Label baut und betreibt der Anbieter diese Infrastruktur für die Agentur.
Brauchen Kunden neue Google Ads- oder Merchant Center-Konten?
Nein. Ihr Merchant Center-Konto wird auf Ihren CSS umgestellt, Google Ads-Konto und Kampagnen bleiben, wie sie sind.
Wie lange dauert der Start?
Bei Feedve ist das Agenturkonto in der Regel innerhalb von 72 Stunden an Werktagen bereit. Jeder Kundenwechsel wird nach einer Übergangsfrist von bis zu 14 Tagen ab Bestätigung wirksam.
Können Kunden wieder wechseln?
Ja. Jeder Händler kann sein Merchant Center-Konto über den Kontowechsel von Google zu einem anderen CSS verschieben – deshalb sollte CSS über Ergebnisse verkauft werden, nicht über Bindung.
Wie viel sparen die Kunden?
Bis zu 20 % beim Shopping-CPC im Vergleich zu Google Shopping Europe; der tatsächliche Wert hängt von Kategorie, Wettbewerb und Gebotsstrategie ab. Für einen konkreten Kunden schätzen Sie ihn mit dem CSS-Ersparnisrechner.
Sie möchten CSS unter Ihrer eigenen Marke anbieten? Mehr zu Feedve White Label CSS.

